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Portugal

Die Vorschriften sind nach Thema geordnet; jeder Block verweist auf seine amtliche Quelle und ihr Prüfdatum.

Geprüft

Vorschriften nach Thema

Bewilligungen

Die carta de caçador: Prüfung, sechzehn Jahre und gesundheitliche Eignung

Die Karte wird nach einer Prüfung erteilt; sie erlischt, sobald ihre Inhaberin oder ihr Inhaber wegen eines Jagddelikts verurteilt wird.

Artikel 20 nennt die Voraussetzungen im Feld: Jagen dürfen nur Personen über sechzehn Jahren, die Inhaberinnen oder Inhaber der carta de caçador sind und die nötige Jagdlizenz sowie die übrigen gesetzlich verlangten Dokumente mit sich führen. Neben der Karte braucht die minderjährige Person eine schriftliche Erlaubnis ihrer gesetzlichen Vertretung. Artikel 21 regelt die Karte selbst. Ihre Erlangung hängt von einer gebührenpflichtigen Prüfung ab, die vor den zuständigen staatlichen Diensten und Vertretern der Jäger- und Umweltschutzverbände abgelegt wird und feststellen soll, ob die Person über die für die Jagdausübung nötige Eignung und Kenntnis verfügt. Drei Bedingungen erlauben das Gesuch: über sechzehn Jahre alt sein; keine psychische Anomalie und keine organische oder physiologische Beeinträchtigung aufweisen, welche die Jagdausübung gefährlich machen würde; nicht durch Gesetz oder Gerichtsentscheid mit einem Jagdverbot belegt sein. Ein auf eine solche Beeinträchtigung gestütztes Verbot kann auf die Jagd mit Feuerwaffen, Bogen oder Armbrust beschränkt werden. Die Karte ist gebührenpflichtig, zeitlich befristet und erlischt, sobald ihre Inhaberin oder ihr Inhaber wegen eines Jagddelikts verurteilt wird. Artikel 22 sieht schliesslich Befreiungen von der Karte vor, namentlich für die in Portugal akkreditierten Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Korps.

Vorschriften

Portugal: Innerhalb der Schranken des Gesetzes darf jede Person jagen

Das Rahmengesetz hält fest, dass jede Person innerhalb der gesetzlichen Schranken jagen darf und erlegtes Wild dem Jäger gehört.

Das portugiesische Rahmengesetz über die Jagd legt die Grundsätze der nachhaltigen Bewirtschaftung der jagdlichen Ressourcen fest — deren Erhaltung und Förderung — sowie die Grundsätze zur Regelung der jagdlichen Tätigkeit und der Jagdverwaltung. Artikel 2 bestimmt das Vokabular. Jagdliche Ressourcen sind die in natürlicher Freiheit lebenden Vögel und Landsäugetiere, ob sie im Staatsgebiet sesshaft sind oder durch dieses ziehen, selbst wenn sie aus künstlicher Vermehrung oder Gefangenschaft stammen, sofern sie auf der zur Ausführung des Gesetzes veröffentlichten Artenliste stehen. Die Jagd wird als Form der rationellen Nutzung dieser Ressourcen definiert, der Jagdakt als jede Handlung, die darauf zielt, ein Exemplar einer jagdbaren Art in natürlicher Freiheit lebend oder tot zu erlangen — namentlich Suchen, Ansitzen und Verfolgen. Artikel 3 nennt die Grundsätze. Zwei sind hervorzuheben: Innerhalb der Schranken des Gesetzes hat jede Person die Befugnis zu jagen, vorbehältlich der Bedingungen zum Schutz und zur Erhaltung der jagdbaren Arten; und die von der Jägerin oder dem Jäger rechtmässig erlegten Exemplare sind ihr oder sein Eigentum, sofern nichts anderes geregelt ist. Der Handel mit jagdbaren Arten ausserhalb der Jagdzeiten ist dagegen verboten, ausser bei in Gefangenschaft erzeugten Tieren und in weiteren zu regelnden Fällen.