Portugal: Innerhalb der Schranken des Gesetzes darf jede Person jagen
Das Rahmengesetz hält fest, dass jede Person innerhalb der gesetzlichen Schranken jagen darf und erlegtes Wild dem Jäger gehört.
Das portugiesische Rahmengesetz über die Jagd legt die Grundsätze der nachhaltigen Bewirtschaftung der jagdlichen Ressourcen fest — deren Erhaltung und Förderung — sowie die Grundsätze zur Regelung der jagdlichen Tätigkeit und der Jagdverwaltung. Artikel 2 bestimmt das Vokabular. Jagdliche Ressourcen sind die in natürlicher Freiheit lebenden Vögel und Landsäugetiere, ob sie im Staatsgebiet sesshaft sind oder durch dieses ziehen, selbst wenn sie aus künstlicher Vermehrung oder Gefangenschaft stammen, sofern sie auf der zur Ausführung des Gesetzes veröffentlichten Artenliste stehen. Die Jagd wird als Form der rationellen Nutzung dieser Ressourcen definiert, der Jagdakt als jede Handlung, die darauf zielt, ein Exemplar einer jagdbaren Art in natürlicher Freiheit lebend oder tot zu erlangen — namentlich Suchen, Ansitzen und Verfolgen. Artikel 3 nennt die Grundsätze. Zwei sind hervorzuheben: Innerhalb der Schranken des Gesetzes hat jede Person die Befugnis zu jagen, vorbehältlich der Bedingungen zum Schutz und zur Erhaltung der jagdbaren Arten; und die von der Jägerin oder dem Jäger rechtmässig erlegten Exemplare sind ihr oder sein Eigentum, sofern nichts anderes geregelt ist. Der Handel mit jagdbaren Arten ausserhalb der Jagdzeiten ist dagegen verboten, ausser bei in Gefangenschaft erzeugten Tieren und in weiteren zu regelnden Fällen.