Slowakei: Ein Revier wird zuerst nach den Bedürfnissen des Wildes anerkannt
Die anerkennende Behörde prüft zuerst, ob das Wild dort Nahrung, Fortpflanzung, Bewegung und Ruhe findet.
Das slowakische Jagdgesetz (zákon č. 274/2009 Z. z.) regelt die Voraussetzungen für den Erhalt der Artenvielfalt und gesunder Bestände freilebenden Wildes samt seinen natürlichen Biotopen, die Anerkennung, Änderung und Nutzung der Reviere, die jagdliche Bewirtschaftung und Planung, den Schutz von Jagd und Wild, Entstehung und Auflösung der Jagdorganisationen, Organisation und Zuständigkeiten der Slowakischen Jagdkammer, die Bedingungen der Bejagung, den Schadenersatz und die Zuständigkeiten der Behörden. § 3 stellt das Wild vor die Geometrie: Bei der Anerkennung eines Reviers berücksichtigt das Bezirksamt vorrangig die Lebensbedürfnisse des Wildes, damit es im Revier über angemessene Quellen natürlicher Nahrung und Wasser verfügt, über gesicherte Bedingungen natürlicher Fortpflanzung und Entwicklung sowie über Bedingungen für freie Bewegung, Deckung und Ruhe. Die Grenzen müssen danach im Gelände deutlich sein: Sie sollen möglichst mit natürlichen oder in der Natur erkennbaren Grenzen zusammenfallen, das Revier darf keine für das Wild gefährlichen oder unüberwindbaren Hindernisse enthalten, die es an der freien Bewegung hindern, und die anerkannten Grundstücke müssen ganz im Revier liegen.